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| Informationen aus dem Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht | |
| 29.04.2005 Reduzierung des Stammkapitals einer GmbH auf 10.000 Euro geplant | |
| Das Justizministerium
legte in Berlin einen Gesetzentwurf vor, der eine Absenkung des Kapitals
zur Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
von bisher 25.000 Euro auf nunmehr nur noch 10.000 Euro vorsieht. Damit
will Justizministerin Zypries den Mittelstand stärken und Unternehmensgründungen
vor allem im Dienstleistungsbereich erleichtern. "Dies erhöht die Attraktivität der Rechtsform der GmbH für den deutschen Mittelstand und stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt", unterstrich die Ministerin. Die Absenkung des Stammkapitals geschieht auch mit Blick auf den zunehmenden Wettbewerb von Kapitalgesellschaften in der Europäischen Union. Hier waren Gründer bislang auf die Rechtsform der britischen Limited Company (ltd.) ausgewichen, die nach einem Urteil des EuGH (siehe auch unser Artikel zur Limited) auch in Deutschland anerkannt werden musste. Diese zeichnet sich durch ein Mindestkapital von lediglich einem britischen Pfund aus. Weiterhin soll mit dem Gesetzentwurf die Transparenz gegenüber Dritten, insbesondere den Geschäftspartnern, gestärkt werden. Die Haftungskapitalausstattung der Gesellschaft muss künftig offen gelegt werden, indem die Gesellschaft die Höhe des gezeichneten Stammkapitals auf ihren Geschäftsbriefen angeben muss. In einem zweiten Gesetz will die Bundesregierung gegen die missbräuchliche Verwendung der GmbH vorgehen. Es soll verhindert werden, dass Gesellschafter oder Geschäftsführer sich ihrer Verantwortung entziehen, in dem eine GmbH entweder keine Geschäftsführung hat oder diese nur noch im Ausland schwer erreichbar ist. Hier hatte in letzter Zeit vor allem die sog. Marbella-Connection von sich reden gemacht, die überschuldeten Unternehmen die Verlagerung der Gesellschaft ins Ausland sowie die Stellung eines neuen Geschäftsführers anbot und damit in Deutschland oftmals die Gläubiger eines Unternehmens auf ihren Forderungen sitzen liess. Dies führte dazu, dass die "neuen Geschäftsführer" wegen diverser Insolvenzstraftaten verurteilt wurden und der alte Inhaber / Geschäftsführer unter neuer Firma weitermachte. Entsprechende Werbeanzeigen fanden sich unter anderem auch über mehrere Wochen in regionalen Tageszeitungen im ostwestfälischen Raum. |
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Die "Limited" - eine alternative Gesellschaftsform für Existenzgründer ?" |
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zu den Vorteilen und Nachteilen der "Limited Company" nach britischem
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